Mit Greifzange, Putzlappen und ganz viel Einsatz: Unser Team Haltestellenreinigung sorgt für Ordnung 

Morgens an der Haltestelle „Uni-Kliniken": Karl-Heinz Rheinen steht mit Greifer in der Hand zwischen den Gleisen, hebt Pappbecher, Bonbonpapier und Plastikreste auf – innerhalb weniger Meter ist der erste Müllsack voll. Kollegin Meral Demir übernimmt die Sicherungsaufsicht, sie warnt ihn rechtzeitig vor herannahenden Bahnen. In wenigen Minuten sind die rund 60 Meter Gleis an der Haltestelle sauber – und der Gesamteindruck direkt deutlich besser. 

Solche Szenen sind für unser Team Haltestellenreinigung Alltag. Und sie zeigen, wie wichtig diese Arbeit für das Stadtbild und die Sicherheit im Rheinbahn-Netz ist. 

Voller Einsatz an über 500 Bahnsteigen 

Ob in Düsseldorf, Meerbusch, Krefeld oder Neuss – rund 518 Bahnsteige gehören zum Einsatzgebiet des Teams. Acht Kolleginnen und Kollegen sind werktags mit drei Wirtschaftsfahrzeugen und einem Müllkipper unterwegs. Besonders stark verschmutzte Haltestellen – etwa in der Nähe von Schulen oder bei Großveranstaltungen wie dem Japan-Tag – werden häufiger angesteuert. Ziel ist, jede Haltestelle mindestens einmal im Jahr grundzureinigen.

Auch die Gleise müssen gereinigt werden.

Sieben feste Reinigungsrouten decken die mehr als 500 Bahnsteige an über 220 oberirdischen Haltestellen ab. Die U-Bahnhöfe samt Bahnsteigen dort fallen in den Zuständigkeitsbereich anderer Teams der Rheinbahn. An 30 besonders frequentierten Punkten reinigt das Team von Manfred Barths außerdem die angrenzenden Bushaltestellen mit. Insgesamt umfasst das Netz der Rheinbahn 1.718 Haltestellen.

In vielen Bereichen arbeiten die Reinigungsteams dabei Hand in Hand mit den kommunalen Entsorgungs- und Stadtreinigungsdiensten – etwa der AWISTA in Düsseldorf, die sich um die Böden und Mülleimer kümmert. Alles andere, vom Graffiti über Wildwuchs bis hin zu Müll im Gleisbereich, übernimmt unser Team.

Von Graffiti bis Grünschnitt – das Aufgabenpaket ist vielfältig 

Der Arbeitsalltag ist alles andere als eintönig: Neben der Reinigung der Steige und Gleise kümmern sich die Kolleginnen und Kollegen auch um die Pflege der Holzsitzbänke, das Reinigen der Haltestellenschilder und Ticketautomaten, kleinere Lackierarbeiten oder das Entleeren der Mülltonnen an Endhaltestellen. 

Ein wichtiger Punkt: Wenn politische oder rechtsradikale Schmierereien auftauchen – auch an Wartehallen, die zur Zuständigkeit der Firma Wall gehören –, wird sofort gehandelt. „Wir wollen nicht, dass so was lange sichtbar bleibt. Daher fahren wir einfach ruckzuck hin und entfernen das“, sagt Manfred Barths, der das Team seit März 2020 leitet.

Die Fahrkartenautomaten werden selbstverständlich auch gereinigt

Sicherheit hat oberste Priorität 

Gearbeitet wird bei laufendem Fahrbetrieb – deshalb sind alle Teammitglieder als Sicherungsposten geschult. Wenn es in den Gleisbereich geht, sichert immer eine Person das restliche Team ab. Gerade im Sommer starten viele Einsätze schon frühmorgens, um die körperlich anstrengende Arbeit vor der größten Hitze zu erledigen. 

Gabriele Lenk, die vorher in unserer Gärtnerei gearbeitet hat, kümmert sich vorrangig um den Grünschnitt. „Das sieht nicht nur ordentlicher aus, sondern ist auch ein Sicherheitsfaktor", erklärt sie. „Denn wenn Gleisbereiche oder Überwege nicht gut einsehbar sind, weil dort zum Beispiel Hecken wuchern, dann ist das ziemlich gefährlich." 

Eine sinnvolle Arbeit – trotz mancher Rückschläge 

Natürlich erleben die Kolleginnen und Kollegen auch, wie achtlos manche Menschen mit ihrer Umgebung umgehen – Müll wird einfach fallengelassen, Aufkleber auf Haltestellen geklebt. Aber es gibt auch die schönen Momente: Ein Fahrgast, der an der Haltestelle wartet, spricht Karl-Heinz Rheinen und Meral Demir an und bedankt sich. „So etwas freut uns natürlich sehr", sagt Rheinen. „Wir wissen ja, dass wir hier eine sinnvolle Tätigkeit haben, die sehr positiv für das Außenbild der Rheinbahn ist. Aber so ein direktes Lob von den Fahrgästen, das tut schon gut!" 

Demir ergänzt: „Vor allem hoffen wir, dass alle, die unsere Arbeit sehen, ihr eigenes Verhalten reflektieren und ihren Müll nicht einfach achtlos auf den Boden werfen, sondern die wenigen Schritte zum nächsten Mülleimer gehen. Denn es gibt wirklich genug Mülleimer an unseren Haltestellen!" 

7,3 Tonnen Müll – und kein Ende in Sicht

Im ersten Halbjahr 2025 hat das Team bereits 7,3 Tonnen Abfall eingesammelt – allein aus den Gleisbereichen und den Mülleimern an den Endhaltestellen. Und das Müllaufkommen nimmt weiter zu, wie Barths berichtet: „Gerade im Bereich der Schulen oder bei Messen ist der Reinigungsaufwand deutlich größer geworden.“ Die Arbeit des Teams ist damit längst unverzichtbar – für einen gepflegten öffentlichen Raum und ein sauberes, sicheres Umfeld im Alltag vieler Menschen. 

Hinweise? Immer her damit! 

Das Team Haltestellenreinigung leistet einen wichtigen Beitrag dazu, dass unsere Stadt sauber und einladend bleibt – und dass Ihr Euch an unseren Haltestellen wohlfühlen könnt. Weil die Kolleginnen und Kollegen aber nicht überall gleichzeitig sein können, freuen wir uns über Eure Hinweise: telefonisch über die „Schlaue Nummer" 0800.6504030 (kostenfrei) oder per E-Mail an kundendialog@rheinbahn.de. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass unsere Haltestellen ein Ort bleiben, an dem man gerne einsteigt.