Die Rheinbahn fährt groß auf für die Rheinkirmes

Auch dieses Jahr besuchen wieder unzählige Besucher die größte Kirmes am Rhein in Düsseldorf – letztes Jahr waren es rund 4,25 Millionen, die den Weg zu den Rheinwiesen antraten. Das bedeutet für die Rheinbahn vor allem eins: eine ganze Menge Arbeit! Denn das hohe Fahrgastaufkommen während der zehn Kirmestage, ganz besonders am Feuerwerksfreitag, erfordert viel Planung und viele verschiedene Dienste, damit auch alles reibungslos klappt und jeder Fahrgast problemlos zur Kirmes hingelangt und später auch wieder nach Hause kommt.

Der Fahrplan für die Rheinkirmes: Eine ganz besondere Herausforderung
Das Fahrplanbüro der Rheinbahn hat jede Menge zu tun, um die entsprechenden Vorbereitungen für die größte Kirmes am Rhein zu treffen. Monika Link-Giesen leitet das Team und ist somit zuständig für die Fahr- und Dienstplanung: Gemeinsam mit ihren Kollegen bringt sie die Anforderungen des Verkehrsmanagements und des Schützenvereins in den Fahrplan ein.

Aufgrund der hohen Anzahl von Fahrgästen gibt es während der Rheinkirmes eine dichtere Taktung: „Es sind viele Fahrzeuge unterwegs, die im dichten Takt fahren, und die Gäste bis spät in die Nacht nach Hause fahren“, erklärt sie. Der Fahrplan gleicht dabei jedoch an keinem Tag dem vorherigen: Da insbesondere am Wochenende und am Feuerwerkstag noch mehr Besucher zur Kirmes kommen, erstellen die Kollegen für jeden einzelnen Tag einen eigenen, individuell angepassten Fahrplan. Die Rheinbahn ergänzt im Zuge dessen den regulären Fahrplan um eine Vielzahl von E-Wagen.

Außerdem richtet die Rheinbahn einen zusätzlichen Service ein: Die Besucher können auf dem Messeparkplatz nahe der Merkur-Spiel-Arena parken und von dort aus mit einer extra für die Kirmes eingerichteten Buslinie zur Kirmes fahren. Im Preis von 13 Euro sind das Parken und die Busfahrt eingerechnet. „Am einfachsten ist es aber, mit unseren Stadtbahnen der Linien U70, U74, U75, U76 und U77 zu kommen“, betont Monika Link-Giesen.

Darüber hinaus verstärkt die Rheinbahn viele Buslinien im Kreis Mettmann: Die Buslinie SB50 bringt die Fahrgäste sogar bis 2 Uhr morgens noch dorthin zurück. „Da wird Einiges im gesamten Netz für die Rheinkirmes angepasst“, fasst sie abschließend zusammen.

Volle Fahrt voraus: Mehr Busse, mehr Bahnen, mehr Personal
Mehr Fahrgäste heißt erstmal: Mehr Busse und Bahnen, die im Einsatz sind. Vor allem mehr Bahnen sind während der Kirmestage auf den Schienen unterwegs. Aber auch Busse, die die umliegenden Regionen ansteuern, pendeln in regelmäßigen Abständen zwischen der Rheinkirmes und den jeweiligen Haltestellen. Da die Kirmes in die Sommerferienzeit fällt, ist nochmal zusätzlich ein Unterschied zum üblichen Fahrzeugeinsatz festzustellen – normalerweise fahren in dieser Zeit weniger Fahrzeuge.

Eine besonders große Rolle spielt zur Kirmeszeit die Oberkasseler Haltestelle „Luegplatz“: Von dort sind es nur noch wenige Meter zu Fuß bis zur Kirmes, weshalb die meisten Fahrgäste mit den Rheinbahn-Stadtbahnen zum Veranstaltungsort anreisen. Insbesondere an den Wochenenden der Kirmes sowie am Feuerwerksfreitag sind fast alle Bahnen auf den Schienen.

Konkret in Zahlen heißt das, dass an den zwei Wochenenden der Rheinkirmes bis zu 28 Bahnen pro Tag zusätzlich fahren – und damit insgesamt bis zu 72 Fahrzeuge im Einsatz sind, die die Haltestelle „Luegplatz“ anfahren. Am Feuerwerkstag, wie immer der letzte Freitag der Kirmes, sind sogar 92 Bahnen unterwegs.

Die Betriebswerkstätten in Heerdt sind zuständig für die Stadtbahnen, die den „Luegplatz“ anfahren. Dietmar Klar, Abteilungsleiter der Betriebswerkstätten Fahrzeuge dort, macht deutlich, dass sich die Rheinbahn wie jedes Jahr entsprechend auf den Ansturm einstellt: „Es ist unser tägliches Geschäft und somit nichts Außergewöhnliches. Natürlich gibt es einen Mehrbedarf während der Kirmes“, berichtet er. Die Kollegen aus der Werkstatt wissen genau, wie sie die Fahrzeuge möglichst schnell fit für den Verkehr machen, um so dem Mehrbedarf gerecht zu werden, so Klar weiter. Die Rheinbahn steuert auch noch bei anderen Dingen nach, um ihren Fahrgästen ein schönes Kirmeserlebnis zu bieten. Wichtig ist beispielsweise auch der Personaleinsatz in den Werkstätten: Gerade zur Ferienzeit – der Urlaubszeit vieler Mitarbeiter – fällt der normalerweise geringer aus.

Während der Kirmes wird jeder gebraucht, daher beginnen viele ihren Urlaub extra später. Außerdem spielt die Kommunikation während der besonders stressigen Kirmeszeit eine große Rolle: Man gehe in den Dialog mit den Mitarbeitern, um sicherzustellen, dass sie die bestmöglichen Arbeitsbedingungen in der Werkstatt vorfinden, erläutert Klar. Dazu fahren sowohl er selbst, als auch Dirk Rohde, Abteilungsleiter Fahrzeuginstandsetzung, während solcher Veranstaltungen auch mal am Wochenende in die Werkstatt und schauen, wie es läuft, steuern nach und stehen im ständigen Dialog mit den Verantwortlichen im Verkehrsmanagement. Eine gute Zusammenarbeit und ein reibungsloser Ablauf bei Großveranstaltungen wie der Rheinkirmes liegen eben allen Rheinbahnerinnen und Rheinbahnern am Herzen.

Sicherheit und Service für die Kirmes
„Die Kirmes ist eine Herausforderung, weil sie so lange dauert“, berichtet Aristidis Toumanidis, Sachgebietsleiter Sicherheit und Service der Rheinbahn. Über zehn Tage müsse diese „intensive Zeit“ natürlich auch perfekt abgedeckt sein in Bezug auf das Sicherheits- und Servicepersonal. Dabei herauszustellen ist an dieser Stelle auch das Feuerwerk: Das sei eine besonders große Aufgabe, betont Toumanidis, die zu vergleichen sei mit dem Feuerwerk am Japan-Tag. Seitdem er das Sachgebiet im Jahr 2015 übernommen hat, habe man das Personal von Jahr zu Jahr weiter aufgestockt, da auch die Sicherheitsanforderungen bei Großveranstaltungen immer wichtiger werden.

Daher schickt Toumanidis seine sogenannte „Berta 12-Truppe“ zur Kirmes täglich ins Rennen: Ihr Job ist es, Störungen an den Stadtbahnen direkt vor Ort an der Haltestelle „Luegplatz“ oder im Tunnel zu beheben. Es gehe hierbei vor allem um die „unkomplizierte und schnelle Störungsbeseitigung“, wie etwa wenn eine Tür nicht mehr funktioniert und der Fahrer das Problem nicht alleine in den Griff kriegt. „Sie sollen dafür sorgen, dass sich das Fahrzeug schnellstens wieder bewegt und es keinen Rückstau gibt“, sagt Toumanidis.

Teamwork ist gefragt
Die Rheinbahn arbeitet mit drei verschiedenen Sicherheitsfirmen zusammen. Vor Beginn der Kirmes gibt es eine Vorbesprechung, welche Aufgaben die Mitarbeiter dieser Sicherheitsfirmen übernehmen sollen, und dementsprechend werden die Kräfte dann am Veranstaltungsort eingesetzt, um dort die Einsatzleiter der Rheinbahn zu unterstützen. Während der Rheinkirmes sind jeden Tag etwa 30 zusätzliche Sicherheitskräfte im Einsatz, die am und rund um den „Luegplatz“ nach dem Rechten sehen. Am Feuerwerksfreitag sind insgesamt sogar „weit über 100 Kräfte“ dabei, erzählt Toumanidis. Aber nicht nur am „Luegplatz“, sondern auch in den anderen U-Bahnhöfen der Rheinbahn gibt es während der Kirmes ein erhöhtes Fahrgastaufkommen, welches berücksichtigt werden muss: Alle Kollegen hätten richtig was zu tun, verdeutlicht Toumanidis. Sie müssen die Fahrgast- und Zugabfertigung in den U-Bahnhöfen bewältigen.

Auch dort ist deshalb zusätzliches Sicherheits- und Servicepersonal im Einsatz. Der Fahrgastzulauf wird beobachtet – sollte es am Bahnsteig zu voll werden, werden die Zugänge gesperrt, bis es wieder etwas leerer ist. Dies betrifft vor allem die Knotenpunkte wie die Heinrich-Heine-Allee oder den Düsseldorfer Hauptbahnhof. Am Hauptbahnhof nimmt die Rheinbahn dann Kontakt mit der Deutschen Bahn sowie der Polizei Düsseldorf auf, die über diesen Vorgang informiert werden wollen und müssen, weil es sich direkt auf ihre Arbeit auswirkt. Es ergibt sich also eine intensive Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen und Behörden, was zeigt, wie wichtig es der Rheinbahn ist, die Rheinkirmes bestmöglich für alle Beteiligten abzuwickeln.

Sein Kollege Andreas Busch aus dem Team Verkehrsorganisation ist während der Rheinkirmes der Leiter der Koordinierungsgruppe, die immer in „Alarmbereitschaft“ stehe und eingreife, wenn Not am Mann ist. Vor allem auch bei unvorhergesehenen Witterungsänderungen wie einsetzendem Starkregen oder einem Sturm, wie es vor einigen Jahren genau während des Kirmesfeuerwerks der Fall war, steht seine Truppe bereit. Sie koordiniert den Verkehr, beispielsweise über den Einsatz von zusätzlichen Fahrzeugen oder Linienabbrüchen, um die Taktungen zu verdichten. Sollte es zu einem extrem hohen Aufkommen von Fahrgästen am „Luegplatz“ kommen, werde man zusätzlich Busse einsetzen, „damit es schnellstmöglich leer wird an der Kirmes.“

Zum Abschluss erklärt Toumanidis, was er sich als Rheinbahner seitens der Fahrgäste wünscht, wenn sie für die Rheinkirmes mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind: „Die Leute sollen Geduld und gute Laune mitbringen. Sie sollen nicht drängeln und nicht schieben, wir geben unser Bestes.“

Die Rheinbahn tut also viel, damit die Besucher der Rheinkirmes bequem, sicher, schnell und komfortabel ans Ziel kommen und die größte Kirmes am Rhein genießen können.

Noch mehr Einblicke in die Vorbereitungen der Rheinbahn anlässlich der Rheinkirmes gibt es im folgendem Film.

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Informationen zur Autorin:

Janina Ulbrich arbeitet als Praktikantin in der Unternehmenskommunikation. Sie hat ihren Bachelor in Anglistik/Amerikanistik und Kommunikations- und Medienwissenschaften an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf abgeschlossen.