Baustellen 2017

Baustellen müssen sein – sei es, weil wir unser Netz vergrößern und neue Schienen legen, wie von Rath zum ISS Dome, weil wir alte Weichen durch neue ersetzen müssen, weil Haltestellen barrierefrei werden sollen oder aber, weil eine Stadt etwas umbaut – wie zum Beispiel aktuell der Düsseldorfer Platz in Ratingen. Für unsere Fahrgäste sind diese Zeiten oft mit weiteren Laufwegen, Umsteigen oder anderen Einschränkungen verbunden. Das nervt, das verstehen wir! Aber durch den Um- oder Ausbau erhöht sich der Komfort. Mit unseren Baustellen im Jahr 2017 haben wir für unsere Fahrgäste wieder einiges verbessert:

Auf insgesamt 64,4 Millionen Euro summierten sich 2017 die Ausgaben für unsere Bauprojekte – hierbei flossen knapp 34 Millionen Euro in die externe Infrastruktur, wie zum Beispiel für den Neubau von Gleisanlagen, Kreuzungen und Weichen (9,4 Millionen), für Planung und Bau von Hochbahnsteigen (14,6 Millionen) am Dominikus-Krankenhaus und am Nikolaus-Knopp-Platz in Heerdt, an der Haltestelle „Löricker Straße“ sowie in den Umbau der Haltestellen auf der Verlängerungsstrecke der Linie 701 in Rath und in den Umbau des Düsseldorfer Platzes in Ratingen.

Substanzerhaltung
Ein Großteil unserer jährlichen Bauprojekte sind Instandhaltungen: Gleise, Gleiskreuzungen und Weichen sowie Oberleitungen, Signalanlagen und andere Infrastruktur entlang den Strecken müssen repariert oder erneuert werden. Einerseits müssen Schienen, die ihre Lebensdauer von etwa 30 Jahren erreicht haben, ausgetauscht werden, andererseits kommt es natürlich an der Infrastruktur allgemein durch die hohe Nutzung zu Verschleiß. Im vergangenen Jahr haben wir rund 8 Millionen Euro in Gleiserneuerungen investiert: Zum Beispiel in Hamm in der Wendeschleife die Weichen und 140 Meter Gleis, auf der Jacobistraße beide Gleise auf etwa 200 Metern, im Bereich Ost- und Immermannstraße beide Gleisbögen mit circa 80 Metern, die Weichen an der Münsterstraße im Bereich ARAG-Platz sowie die Gleise auf der Gladbacher Straße im Zusammenhang mit dem barrierefreien Ausbau der Haltestelle „Wupperstraße“.

Barrierefrei für Straßenbahn und Stadtbahn
Damit sind wir auch schon bei einem weiteren wichtigen Grund für Baustellen: Nach und nach gestalten wir unsere Haltestellen barrierefrei. Dieser Umbau ist für die Verkehrsunternehmen verpflichtend, denn der Nahverkehr soll für alle zugänglich und nutzbar sein.

Dafür haben wir, wie zuvor bereits erwähnt, die Straßenbahnhaltestelle „Wupperstraße“ im Medienhafen umgebaut. Sie ist nun barrierefrei und sicherer, da die Fahrgäste zum Ein- und Aussteigen nicht mehr über die Fahrbahn laufen müssen.

Im Zuge der Verlängerung der Linie 701 von Rath zum ISS Dome wurden die Niederflur-Haltestellen – also die Haltestellen für unsere Straßenbahnen mit niedrigem Einstieg – „Haeselerstraße“, „Am Schein“, „Rath Mitte S“ und „Rotdornstraße“ ebenfalls barrierefrei umgebaut. Die Gesamtkosten für diese fünf Haltestellen liegen bei rund 5 Millionen Euro.

Um die Haltestellen auf unseren Stadtbahnlinien mit hohem Einstieg (Linien U74, U74, U76, U77, U78 und U79) barrierefrei zu machen, ist der Neubau von Hochbahnsteigen nötig. Das geschah letztes Jahr am Nikolaus-Knopp-Platz in Heerdt (Linie U75), wo wir zusammen mit der Stadt auch direkt den Platz generell umgestaltet haben. Danach folgte ein neuer Hochbahnsteig an der Haltestelle „Löricker Straße“ (Linien U74 und U76) mit Gesamtkosten von rund 3 Millionen Euro. Warum ein Hochbahnsteig so viel kostet, das haben wir hier ausführlich erklärt.

Streckenverlängerung zum ISS Dome
Die von der Stadt Düsseldorf seit Jahren geplante Streckenverlängerung von Rath S zum ISS Dome wurde im Jahr 2017 endlich angefangen und im Januar 2018 eröffnet. Neben den bestehenden Haltestellen in Rath, die wir modernisiert haben, haben wir vieles neu gebaut: 2.000 Meter Streckengleis, 5 Weichen und 2 Kreuzungen, ein neues Gleisrichterunterwerk sowie die drei neuen Haltestellen „Wahlerstraße/JVA“, „ISS Dome“ und „Am Hülserhof“.

Umbau des Düsseldorfer Platzes in Ratingen Mitte
Bei diesem großen Projekt der Stadt Ratingen sind wir natürlich auch beteiligt, denn am Düsseldorfer Platz ist nicht nur eines unserer KundenCenter und die Endhaltestelle unserer Stadtbahnlinie U72, auch viele Buslinien halten hier. Bei einem Kostenanteil der Rheinbahn am Gesamtprojekt von ca. 5,5 Millionen Euro haben wir etwa 1.000 Meter Gleise, vier Weichen auf zwei Masse-Feder-Systemen, die Oberleitungen, zwei Stadtbahn- und acht Bushaltestellen neu gebaut. Die Wiedereröffnung des Knotenpunkts Ratingen Mitte zusammen mit der Stadt Ratingen ist für Mai 2018 geplant.

2018-02-21T12:17:25+00:0019. Februar 2018|Gute Fahrt, Hinter den Kulissen|0 Kommentare

Über den Autor:

Katharina Natus
In der Unternehmenskommunikation der Rheinbahn angesiedelt, betreut Katharina Natus auch den Bereich Social Media. Da Informationen und Hintergrundwissen Abläufe nachvollziehbar machen, motiviert sie das, im Blog Einblicke rund um die Rheinbahn zu ermöglichen.

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